Machbarkeitsstudie Kantonsschule Reussbühl, Luzern, 2020

Alt und Neu zu einem grosszügigen Schulcampus kombiniert

Aufgrund der steigenden Schülerzahlen auf gymnasialer Stufe wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Erweiterung der Kantonsschule Reussbühl um zusätzliche 18 Klassen geprüft. Das Raumprogramm wurde in Zusammenarbeit mit der Baukommission erstellt und umfasst einen Raumbedarf von rund 4’410 m2 Hauptnutzfläche für das Schuljahr 2028/29. Die Hauptnutzflächen beziehen sich dabei auf den Bedarf für Schul- und Sportanlagen.
In der Machbarkeitsstudie wird der Nachweis erbracht, dass eine Umsetzung des Raumprogramms nördlich der bestehenden Bauten möglich ist. Die städtebauliche Grundidee beruht darauf, die bestehende Anlage als Campus zu erweitern. Wie in der Visualisierung ersichtlich ist, wird eine neue Erschliessung von der Rothenbadstrasse geplant. Der Hauptzugang erfolgt aufgrund des Geländeverlaufs auf Untergeschossniveau. Durch eine offene Treppenanlage oder über eine Rampe entlang des Gebäudes kann der Hof des Schulneubaus erreicht werden, welcher als Treffpunkt und Aufenthaltsbereich der erweiterten Anlage dienen soll.

Der zwei- bis dreigeschossige Schulneubau wird in die Topografie eingebettet und orientiert sich in Form und Höhe am denkmalgeschützten Bestand. Die Grundrisse des Schulbaus weisen dank einer zweibündigen Anordnung eine effiziente und kompakte Form auf. Zur Aufwertung der meist innenliegenden Erschliessung dienen die Begegnungszonen, welche einen Sichtbezug zum Aussenraum ermöglichen. Für die Sporthallen wird im Bereich des bestehenden Allwetterplatzes ein flacher, kompakter Baukörper für die Dreifachsporthalle vorgeschlagen. Die parallele Anordnung der drei Einzelturnhallen hat den Vorteil, dass alle Hallen direkten Zugang zu einem durchgehenden Geräteraum aufweisen.

Mit diesem Konzept können kurze Distanzen und eine betrieblich bestmögliche Anbindung der Neubauten an den Bestand gewährleistet werden. Das bestehende Wegnetz soll so ergänzt werden, dass eine vielfältige Querung des Geländes auch für die Bewohner der umliegenden Quartiere möglich ist.

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